Seit 2012 gibt es in unserer Einrichtung altersübergreifende Gruppen, in welchen 5 Kinder im Alter von 2 Jahren betreut werden können.

In einer zwölfmonatigen Langzeitfortbildung als Kleinstpädagogin, haben wir uns intensiv mit den Entwicklungsschritten und Bedürfnissen der Kinder im Alter von 0 – 3 Jahren vertraut gemacht.

Vorteile der Altersübergreifenden Gruppe:

• Die kognitive Entwicklung aller Kinder wird gefördert. Die Jüngeren lernen von den Älteren, wenn diese sie anleiten und ihnen generell ein Vorbild sind. Die jüngeren Kinder können sich so an den älteren Kindern orientieren und sie nachahmen. Dadurch werden sie motiviert viel neues auszuprobieren und können so neue Entwicklungsschritte machen. Das ältere Kind seinerseits kann über das Lehren sein Wissen sichern oder dabei selbst etwas neues lernen.

• Die Kinder werden besonders in der sozial – emotionalen Entwicklung gefördert, da sie im Gruppenalltag Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und Verständnis für jüngere und schwächere Kinder entwickeln und im Rahmen ihrer Möglichkeiten Verantwortung für die kleineren Kinder mittragen können.

• ErzieherInnen begleiten die Kinder von frühestem Alter an in ihrer Entwicklung und können so intensiver auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes eingehen ( Krippe – Einschulung). Dadurch ergibt sich auf der Beziehungsebene mehr Intensität und Kontinuität.

• Es wird eine qualifiziertere, über Jahre gewachsene Zusammenarbeit zwischen Eltern und ErzieherInnen möglich.

• Die Kinder werden nicht ständig neuen Eingewöhnungssituationen ausgesetzt. (Wechsel nach der Krippe in eine Kindergartengruppe)

• Durch die Aufnahme neuer Kinder kommt es zu Beginn eines jeden Kindergartenjahres zu einer Rollenverschiebung innerhalb der Gruppe.

• Die Kinder durchlaufen alle Altersstufen von klein zu groß und können so besonders im sozialen Bereich wichtige und unterschiedliche Erfahrungen machen.

• Durch das natürliche Entwicklungsgefälle erhalten die Kinder vielfältige Entwicklungsanregungen im sprachlichen, sozialen, kognitiven, motorischen und emotionalen Bereich.

• Ein wichtiger Grundsatz ist es, jedes Kind auf seinem Entwicklungsniveau motivierend herauszufordern und dabei Über- bzw. Unterforderung zu vermeiden.

• Da die älteren Kinder andere Rechte haben als die jüngeren Kinder, lernen sie auch, sich für diese entsprechend einzusetzen.